PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wegen der Schweinswale: Schalltest vor Travemünde



Uwe
18.05.2011, 11:06
Da kann man ja nur hoffen das die Versuche erfolgreich verlaufen.


Travemünde – Die Betreiber von Offshore-Windparks wollen Meeressäuger beim Bau von Windkraftanlagen künftig besser vor Schallemissionen schützen.

Bei einem Feldversuch in der Ostsee vor Travemünde sollen voraussichtlich im August fünf unterschiedliche Verfahren getestet werden.

Zur Meldung der LN (http://www.ln-online.de/lokales/luebeck/3121661/Wegen_der_Schweinswale%3A_Schalltest_vor_Travem%C3%BCnde)

Rolf Willwater
18.05.2011, 19:55
Hallo Angelfreunde,
hat einer in der letzten Zeit Schweinswale "Tümmler" in oder
an der Ostsee gesehen?

Ich kann mich an zwei Begegnungen erinnern!

Die erste Begegnung vor etwa 40 - 45 Jahren,
da folgten den Heringsschwärmen recht vieleTümmler.
Und wurden gnadenlos gejagt / geschossen.
Gerade wenn eine Heringswade dicht gezogen wurde, dann würde
mit Flinten auf die Tümmler geschossen, denn 10 - 12 Tümmler
machten einen riesigen Rabatz.

Die zweite Begegnung war vor etwa 10 - 12 Jahren im
Urlaub an der Nordsee in Hvide Sande.
Und ich holte mir in Erinnerung, welche kraftvollen Burschen das waren
oder sind.

Na ich sehe das als nicht vielversprechend an. Da sollten sich die
schlauen Leutchen lieber um andere Tierchen, wie z.B. den Kormoran
kümmern.

Auf der anderen Seite können auch solche Maßnahmen ganz psotitiv
sein, denn die schlauen Projektanten stellen vielleicht auch eine
Population "Tümmler" fest. Die durchaus zu begrüssen wäre....

In diesem Sinne Rolf

Andreas
19.05.2011, 18:04
Ergänzung:


Unter anderem soll die Wirkung sogenannter Hydroschalldämpfer erprobt werden. Dabei handelt es sich um engmaschige Netze mit Ballons aus elastischem Material, die um die Baustelle gelegt werden.

Auch der Einsatz von zweischaligen Stahlrohren, die über den zu rammenden Pfeiler gestülpt und mit einem Luftblasenschleier gefüllt werden, soll getestet werden. Weitere Möglichkeiten sind den Angaben zufolge die Montage befüllter Schallschutzkammern, die Verlegung von Feuerwehrschlauchsystemen sowie die Schaffung von Blasenschleiern durch Rohrringe mit Düsen oder durch Spezialschiffe.

... Erfolg versprechend, aber zeitaufwendig und daher teuer sei die Bildung von Blasenschleiern während des Rammvorgangs, mit denen die Lärmausbreitung von 30 Kilometern auf wenige Hundert Meter reduziert werden könne. Um einen einzelnen Pfeiler 20 Meter tief in den Meeresgrund zu treiben, seien 3000 Rammschläge in drei Stunden erforderlich, sagte Bräger. E

rst vor einer Woche hatten in Stralsund Meeresforscher schonende Verfahren beim Bau der Windparks in Nord- und Ostsee gefordert. Vom Lärm besonders bedroht sei vor allem der Ostsee-Schweinswal, dessen Bestand seit 1994 um 60 Prozent auf knapp 11 000 Tiere zurückgegangen sei...


11.00 Ostsee-Schweinswale ... - irgendwie gehen die an mir vorbei, ich sehe nie welche. :-z

Uwe
20.05.2011, 12:29
Tröste dich Andreas, in zweieinhalb Jahren habe ich hier in unserer Bucht auch erst an 3 Tagen Schweinswale gesehen und ich bin viel auf dem Wasser. ;-)

H-J
22.05.2011, 21:58
bei uns in der Hohwachter Bucht sehen wir viele Schweinswale und
das nicht mal so weit vom Land aus...

Uwe
25.05.2011, 22:15
bei uns in der Hohwachter Bucht sehen wir viele Schweinswale

Dann fragt man sich doch warum die Versuche hier vor Travemünde stattfinden oder kann man das Verhalten von Fischen direkt auf die Schweinswale übertragen...?

Andreas
25.05.2011, 22:23
Ich glaube, es wird nur die praktische Verwendung erprobt - ohne Fische und ohne Wale. :(nofi)

Uwe
22.09.2011, 22:26
Rostock (dpa/mv) - Die Interdisziplinäre Fakultät der Universität Rostock hat einen Millionenauftrag zur Charakterisierung von ökologischen Schutzgebieten erhalten. Insgesamt belaufe sich der bis Oktober 2014 befristete Auftrag des Bundesamts für Naturschutz auf 1,8 Millionen Euro, teilte die Universität am Mittwoch mit. Zu den Aufgaben gehöre die Erfassung der Lebensräume und besonderen Biotope von Fisch-Populationen und Meeressäugetieren. Auch werde eine Analyse der aktuellen und potenziellen Eingriffe in die Schutzgebiete gefertigt. Eine besondere Aufgabe sei die Entwicklung von Managementplänen für den gefährdeten Schweinswal in Nord- und Ostsee.

Quelle: http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/mv/index_artikel_komplett.phtml?SID=35ee0ebc6cae85961e881d49b4f25b78&param=news&id=3243329

Uwe
22.09.2011, 22:30
Schwerpunktheft zum Meeresnaturschutz erschienen: Überfischung hat negative Auswirkungen auf Lebensraumtypen und Arten

Weiterlesen... (http://www.themenportal.de/politik/wissenschaftler-untersuchen-laermauswirkungen-auf-wale-und-robben-70916)

Andreas
23.11.2011, 20:01
"Zur heutigen Anhörung zum Schweinswalschutz im Umwelt- und Agrarausschuss des Landtages erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen: 35 Prozent der in der Nordsee vorkommenden Schweinswale leben in deutschen Hoheitsgewässern. Die Population in der Ostsee ist akut bedroht. Dies macht deutlich, dass Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz der Meeressäuger hat. Schweinswale leben vor allem küstennah und sind daher stark von menschlichen Einflüssen wie Fischerei, Schiffsverkehr sowie Sport- und Freizeitaktivitäten beeinflusst.Ein Hauptproblem ist die zunehmende Lärmbelastung im Meer. Schweinswale orientieren sich über ein Echolotsystem. Sie sehen quasi mit den Ohren. Schiffsmotoren, der Bau von Offshore-Windkraftanlagen und die Sprengung von Munitionsaltlasten im Meer sind eine tödliche Gefahr. Immer häufiger werden verendete Tiere mit geschädigtem Hörsystem gefunden....."

hier-luebeck.de (http://www.hier-luebeck.de/2011/11/schweinswalschutz-verbessern/#more-48408)

Andreas
21.12.2011, 22:29
Und Schweinswale werden vielleicht auch die Atomkraftwerksverlängerung provozieren, stehen sie doch der Windkraft im Weg.

"Und noch ein anderes Problem haben die deutschen Parkbetreiber: den Schweinswal. Das Bundesamt für Naturschutz fürchtet, dass beim lauten Einrammen der Fundamente das Gehör- und Ortungssystem der Säugetiere Schaden nehmen könnte. Während britische Unternehmen die Tiere während der Bauphase einfach mit unangenehmen Geräuschen aus Sonarbojen verscheuchen, ist diese Methode in Deutschland nicht erlaubt. Stattdessen fordern die Behörden einen Baustopp zwischen Mai und August. Inzwischen arbeiten Experten an Spezialgeräten und -methoden, um die Geräusche zu minimieren. ..."

Mehr: logistik-heute.de (http://www.logistik-heute.de/Logistik-Magazin-LOGISITK-HEUTE/Artikel/Magazin-Ausgabe-12-2011/9135/Offshore-Logistik-Windparks-in-der-Ostsee)