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Andreas
18.12.2015, 21:25
Gerade gelesen bei Matze Koch:


Darf man sich eigentlich Angler nennen, wenn man nur das Ziel hat, wie in der Schule, "abzuschreiben"? Austausch von Erfahrungen ist eine Sache, stures abgrasen von Stellen, die Kollegen oder Freunde erfolgreich befischt haben, eine ganz andere. Der selbständige Angler, der das Auge für gute Spots entwickelt und dabei ausdauernd und immer wieder neu motiviert ist, wird es weiter bringen, was regelmäßige gute Fänge betrifft.

Na, das hört sich doch vernünftig an, da schauen wir doch mal rein:



https://www.youtube.com/watch?v=OGXo8lRK-wc


Netter Film :daumenhoch:;:daumenhoch:;

Thomas
18.12.2015, 23:49
Gerade gelesen bei Matze Koch:

Darf man sich eigentlich Angler nennen, wenn man nur das Ziel hat, wie in der Schule, "abzuschreiben"? Austausch von Erfahrungen ist eine Sache, stures abgrasen von Stellen, die Kollegen oder Freunde erfolgreich befischt haben, eine ganz andere. Der selbständige Angler, der das Auge für gute Spots entwickelt und dabei ausdauernd und immer wieder neu motiviert ist, wird es weiter bringen, was regelmäßige gute Fänge betrifft.

Ist wohl ein Witz. Seither wird abgegrast oder wo von Leben die Zeitschriften, Autoren der Bücher, usw.? Von den Bildern? Wie tauscht man mit Papier Erfahrung aus?

JayJay
19.12.2015, 07:50
Ich hab´s so verstanden:

Böse ist, wer Tipps von Anderen nur aufsaugt.
Gut ist, wer auch Tipps weitergibt.

Tipps sind aber nichts wert. Es kann gut aussehen und nichts zu fangen sein, es kann nach einer schlechten Stelle aussehen und trotzdem zu fangen sein.
Es kann morgens mittags abends beißen oder auch nicht.
Es ändert sich ständig und fast nichts ist verlässlich.


OK daher einen Tipp von mir: In der Wakenitz ist es mit Hering nicht soooo......

SimonHL
19.12.2015, 09:10
Es ändert sich ständig und fast nichts ist verlässlich.


OK daher einen Tipp von mir: In der Wakenitz ist es mit Hering nicht soooo......


noch nicht ... aber wenn die fischtreppe gebaut ist ... dann vielleicht :-G

danke fürn tip ... ich versuchs dann mal woanders. :-))

petripohl
12.01.2016, 05:44
Ich sag mal so...
Ende Oktober 2013 hab ich meinen Angelschein gemacht. Ich hab anschließend erstmal 2 gebrauchte Kleinausrüstungen aufgekauft und wusste nur sehr bedingt, was ich da eigentlich mache. Ich war dann 2 mal erfolglos mit einem Freund los. Anschließend habe ich mich selbst versucht. Das Problem war - wo fängt man an? Als Neuling sind das Angebot, die Ködervielfalt, die Gewässervielfalt und diese ganzen Faktoren einfach viel zu viel. Klar lernt man irgendwann auch alleine Fahrradfahren, aber mit ein paar Tipps geht es zum Start einfach besser.

Ich spiele seitdem ich 4/5 rum bin Schlagzeug. Ich weiß nicht mehr, wie es ist, kein Instrument zu spielen, ist einfach zu lange her. Ich setz mich an ein Drumset und spiel los. Ich kann mich dabei unterhalten, über den nächsten Einkauf nachdenken, usw. Es ist halt so drin. Vielen Anglern geht es sicherlich auch so. Der guckt kurz auf's Wasser, in die Luft und in die Gummiködersammlung und los geht's. Einige Leute holen da Hechte raus, wo ich das Gewässer für tot erklärt habe.
Langsam hab ich den Bogen ganz grob raus, aber ich habe am Anfang seeeeehr viel abgeschrieben. Ich weiß noch ganz genau, wie schwer ich mich getan hab. Ich habe alles ausprobiert und viele Angler am Wasser haben mir lediglich erzählt, dass ich alles falsch mache. Ein Arbeitskollege hat sich dann meiner angenommen und mal gesagt "Geh zur Stelle XY mit einem 61 Wobbler von Ilex in Natural Shad. Nimm noch einen in Ayu mit." Bestellt - eingepackt - hingelatscht - twitchen beibringen lassen - gefangen.

Ja, nur abgucken ist scheiße, aber der vergleich hinkt. Hier gibt es sicherlich einige, die, wenn ich sie an mein Drumset setzen würde in den nächsten 2 Wochen keinen vernünftigen Rythmus aus dem Teil rauskriegen. Aus der schier unübersichtliche Anzahl an möglichen Kombinationen ist die richtige für den Anfang schwer zu erraten und mehr als probieren kann man nicht.


Hier im Forum habe ich schon viele Tipps bekommen, dafür bin ich sehr dankbar!! :-j :-j :-j Aber ohne das Abgucken und das Nachahmen anderer hätte ich den Einstieg wohl nicht hinbekommen.


Recht hast du....und die aller meisten werden sich irgendwo etwas "abgeschaut" haben....diejenigen die schon als Kinder mit ihrem Vater am Wasser waren haben es da sicher einfacher gehabt....aber abgeschaut haben sie auch...und es hat schon einen Vorteil bei z.B. unseren kilometerlangen Ostseestränden eine Idee davon zu haben wo es sich vielleicht eher lohnt...
ja ja die Geheimstrände....also wer mich fragt bekommt sicher eine Antwort...und wer zum abschauen mal mit möchte...immer gerne... ich bin allerdings auch erst 8 Jahre an der Küste unterwegs und kenne somit nur seeeehr wenige Abschnitte wirklich gut.
Gruß Malte

Barsch
12.01.2016, 06:42
Ich muss kurz was da zu sagen

Was ich komische finde ist fast alle die ein angelschein machen wollen sofort mit der spinnangel los und ganz ganz dicke Fische fangen so leicht ist es nicht


Ich habe mit der stippe angefangen und mich auf einer sache konzentriert und dann kam alles andere


Beim Musik machen fängt man auch klein an :-j

Aber wer mich am Wasser trifft und mich um Rat fragt denn helfe ich gerne weiter :-j

Dirk
12.01.2016, 11:24
Aus heutiger Sicht hätte ich als unbedarfter Neueinsteiger gleich nach der Fischereischeinprüfung weiter zur Angelschule gehen sollen.
Ist vielleicht noch eine Marktlücke in Lübeck.http://www.angelschule-nord.de/angelkurse/grundlagenkurse.html

Barsch
12.01.2016, 11:38
Ich finde man sollte beim angelschein Lehrgang auch mal zwei Stunden ans Wasser gehen und ein bisschen Praxis machen

Rhöde
12.01.2016, 11:54
Aus heutiger Sicht hätte ich als unbedarfter Neueinsteiger gleich nach der Fischereischeinprüfung weiter zur Angelschule gehen sollen.
Ist vielleicht noch eine Marktlücke in Lübeck.http://www.angelschule-nord.de/angelkurse/grundlagenkurse.html

Das ist ja stark.

Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass das Angeln ein Hobby ist, das man von der Pike auf lernen muß. Dabei ist es natürlich vorteilhaft, wenn man jemanden hat der einen ein wenig an die Hand nimmt und auf "Spur" bringt. Zu Zeiten ohne Internet habe ich, wie sicher auch einige andere hier, so manchem erfahrenen, alteingesessenen Angler über die Schulter geguckt und auch mal was gefragt. Ein Lehrer oder Mentor ist immer gut.
Für mich gehört es aber zu diesem Hobby auch dazu den Fisch ganz allein zu suchen und Dinge auszuprobieren. Wenn man dann zum Erfolg kommt, ist das Fang- und Naturerlebnis zehnmal mehr wert, als wenn man einfach nur hinterher läuft. Aber dieses Empfinden mag individuell unterschiedlich sein.
Fakt ist, dass solch ein Forum wie unser L.A.F. auch dem Austausch dient und sich hier oder auch am Wasser sicher niemand zu Schade ist auch mal 'nen Tip zu geben. Die jenigen die hier mitmachen, wissen nur zu gut wie intensiv sich unter anderem auch per persönlicher Nachricht ausgetauscht wird und so mancher "Neuling" so zum Erfolg gekommen ist.
Viele Gaffer hingegen, bleiben hier, wie auch am Fischwasser, in der anglerischen Entwicklung stehen. Das sieht man oft genug. So ist das nun mal.
Mitmachen und auch mal fragen kostet ja nichts und ist meiner Meinung nach völlig legitim.

Grundel
12.01.2016, 12:34
als ich hh vor ich glaube 3 jahren meinen angelschein gemacht habe, mussten wir das mit den zielwürfen auch noch machen. allerdings war es da bereits egal, ob man getroffen hat oder nicht. es gab in hh wohl früher nen separaten "spinnfischereischein" und für diesen musste man in den zeilwürfen dann ein bestimmte punktezahl haben. falls ich das nicht mehr richtig im kopf habe, dann korrigiert mich bitte. ich weiß allerdings nicht, seit wann es diesen extraschein nicht mehr gibt...

David
12.01.2016, 13:58
Ich finde man sollte beim angelschein Lehrgang auch mal zwei Stunden ans Wasser gehen und ein bisschen Praxis machen

So sehe ich das auch! Vor allem in der Gerätekunde sollten Einsteiger besser unterrichtet werden, ich bekomme jedesmal graue Haare,

wenn ich sehe das ein Neuling mit einer Spinnrute, 0,40er Schnur und einem 5g Spinner am Wasser steht.

Auch die Wurftechnik sollte Grundbestand des Sportfischereischeins sein. Da sollte man wenigstens 10 Std. Casting zur Pflicht machen.

Grundel
12.01.2016, 15:55
David genau so sehe ich das auch! Man ist als anfänger einfach nur absolut überfordert, wenn man sich versucht alleine durchzufuchsen...

Lemsahler
12.01.2016, 19:57
als ich hh vor ich glaube 3 jahren meinen angelschein gemacht habe, mussten wir das mit den zielwürfen auch noch machen. allerdings war es da bereits egal, ob man getroffen hat oder nicht. es gab in hh wohl früher nen separaten "spinnfischereischein" und für diesen musste man in den zeilwürfen dann ein bestimmte punktezahl haben. falls ich das nicht mehr richtig im kopf habe, dann korrigiert mich bitte. ich weiß allerdings nicht, seit wann es diesen extraschein nicht mehr gibt...


Moin!

Bei meiner ersten Sportfischerprüfung im Jahr 1980 gab es die Spinnfischerprüfung schon,mit der Begründung das z.B um in Bayern
einen Gastschein zu bekommen diese erforderlich sei.
War mir damals egal,daher nicht mal zur "Casting" Prüfung angetreten.

2004 kam eine Bekannte von mir auf die Idee das Angeln nun ihr neues Hobby werden sollte,und eine Mitgliedschaft
von uns beiden im Alster Angel Verein von nöten sei.

Nur dumm,Urkunde (damals Prüfbescheinigung) und erweiterter Hamburger Jahresfischereischein waren vor einigen Jahren durch Diebstahl weg.
Nun ja dachte ich,marschierst du mal zur Geschäftsstelle vom Alster Angel Verein und läßt dir eine Zweitschrift von deiner Prüfbescheinigung
ausstellen,den dort hatte ich die Sportfischerprüfung abgelegt,und war dort damals auch Mitglied.

Weit gefehlt,darüber gibt es keine Unterlagen mehr war die Auskunft.*basta

Somit habe ich 2004 mit meiner Bekannten die Sportfischerprüfung noch mal abgelegt,und kann
seit dem mit stolz sagen ein geprüfter Spinner zu sein.*'denk

Ich denke die Urkunde braucht kein Mensch,ein wenig werfen üben,macht besonders für Anfänger schon Sinn.
Wie sich das heute in HH bei der Sportfischerprüfung verhält,keine Ahnung.

Alex

Schwedenfreund
12.01.2016, 20:21
Moin,

ich bin jetzt seit 2012 Fischereischeininhaber und eher Autodidakt. Im ersten Jahr ging bei mir mit dem Spinnfischen so Garnichts, da hab ich mehr Fische mit der Pose gefangen als mit der Spinnerei. Da ich aber das Ansitzen zwar ok aber nicht sooo toll fand bin ich drangeblieben .

Nach vielen Spinntouren an der Trave und auch Ostsee kann ich sagen, das auch ab und an mal ein Fisch hängenbleibt. Das Forum hat mir natürlich hier auch geholfen, insbesondere da ich ja nicht aus Lübeck komme und die Trave kennenlernen musste. Viel hat es mir gebracht mal das ein oder andere YouTube Video anzugucken, da ist eine Menge hängengeblieben was ich auch zum Spinnen nutzen kann.

Thomas
12.01.2016, 22:17
Nur dumm,Urkunde (damals Prüfbescheinigung) und erweiterter Hamburger Jahresfischereischein waren vor einigen Jahren durch Diebstahl weg.
Nun ja dachte ich,marschierst du mal zur Geschäftsstelle vom Alster Angel Verein und läßt dir eine Zweitschrift von deiner Prüfbescheinigungausstellen,den dort hatte ich die Sportfischerprüfung abgelegt,und war dort damals auch Mitglied.
Weit gefehlt,darüber gibt es keine Unterlagen mehr war die Auskunft.*basta
Alex
Hmmm, der Verein, bei dem damals vielleicht die Prüfung gemacht wurde, ist in der Regel nicht die richtige Stelle.

In SH ist es der LSFV. Da werden alle Prüfungsunterlagen archiviert. Und so ist es vermutlich auch in den anderen Bundesländern.
Bei einer Anfage sollte man Prüfungsort und -Jahr noch kennen so meine Erfahrung, denn als ein ehm. Jugendlicher mich bei der Ersatzbeschaffung (Prüfung war '73-'75 in Kiel Gaarden) um Hilfe bat, sagte mir der LSFV, dass sehr alte Unterlagen nach Jahr und Ort abgelegt sind. Ersatz war dann schnell gegen eine kleine Gebühr ausgestellt.