• Die Jagd auf die Regenbogenforellen der Ostsee

    Dänemark lockt uns Angler. Mefos sollten es eigentlich sein, indessen war inzwischen etwas geschehen, was unsere Planungen berührte. Denn Dänemark hat viele Netzkäfige, in denen Regenbogenforellen aufwachsen. Ob man das nun gut findet oder schlecht interessiert hier nicht; Fakt ist jedenfalls, dass ein Frachter gegen einen Netzkäfig gerammt ist und 80.000 Forellen mit einem Stückgewicht von drei Kilo in die Ostsee entwichen sind.



    Eine sechspfündige Forelle ist ein traumhafter Fisch. Und die Regenbogenforellen aus dem Aufzuchtnetz sind Schwarmfische, sie treten also in großen Gruppen auf.



    Unsere Buchung stand eh, da war die Refo-Invasion ein willkommender Begleit-Unfall. Und so fuhren wir an den Ort, an dem Mefo und Refo zuhauf sein sollten. Vielleicht sind sie im Bereich der Steine?



    Oder in den flachen Bereichen, an denen es nicht einmal mehr das Fischernetz hält?



    Oder an der Steilküste, die dort sehr urtümlich wirkt und den Wellen des Meeres ungeschützt ausgesetzt ist?



    Oder sollte man nur auf den Sturm warten? Oben auf der Steilküste stehend sieht man deutlich, dass die Wellen in den Baum geschlagen sind und Kraut auf den Ästen abgelegt haben. Vielleicht wirft der Sturm ja die Refos an Land...



    Wir haben uns dann doch lieber auf die Suche nach netten Plätzen gemacht, etwas abenteuerlich zugänglich, aber dann sieht man auch niemanden mehr, da ist man einsam am weiten Strand.



    Und eigentlich ist es auch gleich, ob man am Strand, an Steinen, an Pflanzen oder am Sandstrand steht. Am besten sieht man allerdings schräg gegen das Sonnenlicht.



    Was man sieht? Na klar die Refos, wenn sie in Ufernähe ziehen.



    Wer das nicht so richtig kennt, der übersieht sie spätestens jetzt nicht mehr.



    Da kann der Fang ja nicht so schwer sein, dachten wir. Pustekuchen... - der erste Tag war eine glatte Nullnummer. Die Fische haben keinen Beissreflex (klar, Pellets zappeln eben nicht), sie kennen keinen Fisch (vergiss Blinker/Wobbler/Pilker), sie wollen kleine Nahrung. Also rauf mit der Fliege. Und dann klappt es auch, allerdings mit ziemlich vielen Fehlanläufen (die Refos können nicht wirklich gut schnappen, sie verfehlen den Köder oft).

    Und so kommt dann endlich auch mal eine Refo ans Band.



    Ich kenne 6pfündige Mefos, 6pfündige Meeräschen und 6pfündige Forellen aus dem FoPu. Da muss sich die Regenbogenforelle der Ostsee nicht verstecken. Es gab durchaus Exemplare, die einen Metersprung im Drill hingelegt haben. Die meisten haben heftige Gegenwehr geleistet.



    Dran bleiben: Dann kommt auch die Nummer zwei.



    Es ist wirklich ein guter Drillfisch.



    Patty hat die größte gefangen, die hat die vier Kilo nur sehr knapp verfehlt, ich nenne sie trotzdem Achtpfünder.



    Goldene Zeiten sind es derzeit in Dänemark.



    Zurück geht es wieder die Abenteuer-Strecke entlang.



    Hier ist mein bester Tagesfang. Gleich vier der traunmaften Fische haben mir einen unvergesslichen "Stresstag" beschert.



    Die Fische haben Fleisch in dunkelrosa und ausgeprägten gut aussehenden Rogen. Hajott hat dann mal Filet + Rogen geräuchert.



    Kormi und Patty haben eine 24 Stunden-Beize verwendet, das Ergebnis sieht so aus:



    Nach dem Essen geht es auf die Couch, Refo ist nämlich lecker. Da isst Mann/Frau gerne ein wenig mehr...

    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Die Jagd auf die Regenbogenforellen der Ostsee - Erstellt von: Andreas Original-Beitrag anzeigen