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Thema: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

  1. #37

    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    O Er hat nicht funktioniert.



    O Er wurde repariert und ist wieder ausgefallen.




    O Man muss warten, hoffen, warten....
    LG
    Tim und immer eine Handbreit Wasser unterm Köder

  2. #38
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    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    Ah ha.

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  3. #39

    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    Folge Nr. 5: Nerven, Empfindsamkeiten und der Beginn eines Orkans

    In meiner zweitägigen Zwangspause habe ich immerhin mit bekommen, dass die Bootsangler unterwegs waren und keinen so tollen Erfolg gehabt haben. Am besten ran an die Netze... ... zum Glück verboten.




    Der ohnehin schon bei ~ 4 bft liegende Wind hat dann noch einmal kräftig zugenommen und über die Stufe "Starkwind" sich zu einem heftigen Orkan gemausert. Irgendwann muss dann auch für Bootsangler Schluss sein.








    Das Haus kam auch in Wallung: Das metallene Innenrohr des Schornsteins hat keinen festen Halt mehr im EG und keinem mehr im OG gehabt, nachdem die Öfen abgebaut worden sind. Ab ~ 6/7 bft begann nun der Zug im Wind heftig zu schlagen, es entstand ein unregelmäßiges und laut knallendes Dauergeräusch.

    Manchen stört das nicht, mich ja. Ich habe also große Teile der Nacht aufgepasst, dass da nicht mehr geschieht... Und entsprechend schlaflos-gerädert ist man ja am nächsten Tag. Da biste angeschlagen und dann noch sowas. Langsam gingen die Nerven doch etwas blank. Und die anderen können schön nach Borhaug an eine meiner Meeres-Lieblingsstellen fahren und selber musst du herumpennern, um wieder auf die Beine zu kommen. [Leider habe ich keine Borhaug-Fotos...]

    Zum Glück ist der Wind dann doch so stark geworden, dass der Zug am dritten Tag - Orkan auf voller Höhe - nicht mehr geschlagen hat. Der Orkan hat den Zug auf eine Seite des Schonsteins gedrückt und Ruhe war.

    Der geneigte Leser indessen wird befürchten, dass der Orkan an uns und/oder der Hütte nicht so ganz spurlos vorüber gegangen ist...


    Norweger kennen sich aus, man nur die Perpektive wechseln:

    Den virkelige oppdagelsesreisen går ikke på å lete etter nye land, men å se nye øyne.

    Die wirkliche Entdeckungsreise strebt nicht nach neuem Land, sondern danach, Dinge mit neuen Augen zu sehen.


    Vielleicht wird Schornsteinrohrknallen ja mals als Musik erkannt und sogar mal Eurovisions-fähig... (viel schlechter als dieses Jahr wird das Ergebnis wohl auch nicht sein).



    Ganz gut genervt dachte ich: Schlimmer kann es ja nicht werden.

    Ach herrjeh, wir waren doch erst am Anfang; denn es wurde schlimmer, viel viel schlimmer.


    [Fortsetzung folgt]
    Wer nur eine kleine Pfanne hat, braucht keine großen Fische zu fangen!
    Petri wünscht Andreas

  4. #40
    Mitglied Avatar von Lemsahler
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    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    Borhaug Bilder

    ...................................................
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  5. #41

    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    Wart ihr nicht bis ganz vorne?
    Wer nur eine kleine Pfanne hat, braucht keine großen Fische zu fangen!
    Petri wünscht Andreas

  6. #42
    Mitglied Avatar von Lemsahler
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    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    Zitat Zitat von Andreas Beitrag anzeigen
    Wart ihr nicht bis ganz vorne?

    Meinst Du hier?
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  7. #43

    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    Ja, Pollack und Dorsch...
    Wer nur eine kleine Pfanne hat, braucht keine großen Fische zu fangen!
    Petri wünscht Andreas

  8. #44

    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    ich habe ja schon viel in Norwegen gesehen, auch Häuser von innen .......
    doch das bei dir Andreas ........ ich hätte mein Geld zurück verlangt

  9. #45

    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    Na, Thomas, eigentlich geht es jetzt erst richtig los
    Wer nur eine kleine Pfanne hat, braucht keine großen Fische zu fangen!
    Petri wünscht Andreas

  10. #46

    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    Zitat Zitat von Andreas Beitrag anzeigen
    Na, Thomas, eigentlich geht es jetzt erst richtig los
    na da bin ich gespannt

    mitte der 90. Jahre war ich für 3 Nächte in Bergen , Apartment Hotel .
    Tolle Bilder, super Ausstattung ...... ja alles Schick
    Die drei Nächte hatten einen Preis von 680.- DM .
    Gelandet sind wir im Nebenhaus in einer Baustelle, total Laut und Schmutzig.
    Nach meinen Bilder und der Beschwerde gab es 490.- DM zurück

  11. #47

    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]

    Folge Nr. 6: Die schwarze Katze im schwarzen Sack sehen


    Der Orkan hat die Meereswelle in eine Höhe von sieben Metern direkt an der Küste (Borhaug) geweht. Eigentlich haben wir erwartet, dass der Bootsschuppen vorbei fliegt. Ist er aber nicht. Nur die schönen Möbel, die am Wasser aufgestellt waren, flogen durch die Landschaft. Ziemlich blöd, wenn einen die Liege im Stehen trifft - aber das ist zum Glück nicht geschehen.

    Dafür wurden Bäume in rauhen Mengen entwurzelt. So alle paar Meter lag einer herum, gerne auch über Straßen, so dass die nächsten Supermärkte nicht mehr erreichbar waren. Autofahrpause. Das ist auch mal o.k. Das eigentliche Problem aber kommt erst noch - und dann auch noch ganz woanders.














    Norwegen ist unkompliziert. Man hängt seine Leistungen gerne ins Gebüsch, die Straße entlang, mitten durch den Wald, irgendwie eben. Und beim Sturm plumpst der eine und andere Baum in eben diese Leitungen.



    So auch in die Leistung, die zu unserem Minidörfchen gelegt war.

    Folge: Stromausfall!

    ~ 15.00 Uhr war es und alles war stromlos. Das hört sich unwichtig an, aber die Folgen zeigen sich allmählich:

    Kaffeemaschine aus.
    Herd aus.
    Kühlschrank/Truhe aus.
    Licht aus.
    Fernseher aus.
    Alles aus.

    Das weiß man. Dann die schröckliche Erkenntnis. Das Handy kann nicht mehr geladen werden (verzweifelte Seelen nutzen die Autobatterie, so lange die mit macht).

    Der nächste Schrecken: Die Hebeanlage für das Wasser und damit das WC funzt nicht mehr. Nix Spülung. Nix Wasser. Nix Abgang. Also 5 Liter-Kanister füllen und heran holen. Denn so ein Fünfer reicht für das normale "große Geschäft", wie nun alle wissen. [ByTheWay: Beim Orkan Wasser holen macht auch keinen Spaß, nee, nicht wirklich.]

    Zum Glück lässt meine Göttergattin die beim nächtlichen Angeln benötigten Kopflampen gerne im Auto liegen. Acht (!) Stück habe ich entdeckt.

    So weit, so gut. Natürlich sind wir davon ausgegangen, dass der Strom ein paar Stunden (so ein bis zwei bis drei) fehlt. Deshalb habe ich mich trotz Orkan zu meiner Makrelenstelle begeben, die lag nämlich durch einen Fels geschützt im Windschatten. Und Tageslicht funktioniert bekanntlich ohne Strom.




    Der Hinweg ging an einem überhängenden Felsen vorbei, lieber mit stabiler Mütze, wenn da doch ein Stein herunter kommt oder gleich ein ganzer Baum...






    Weiß du eigentlich, lieber schmunzelnder und auch leicht schadenfroher Leser, was geschieht, wenn das Licht fehlt?

    Nun, es wird dunkel.



    Und dann dunkler.

    Und in Norwegen bei bedecktem Himmel mit Nixstern und Nullmond wird es dunkel wie in einem schwarzen Sack. Du siehst keine Straße, du siehst nix. Selbst mit Kopflampe ist es extrem problematisch den Weg zu erahnen. Und so habe ich für die ~ paar Hundert Meter vom Angelplatz zurück richtig lange benötigt. Und jeden Meter ausgeleuchtet, leider mit einer ziemlich schwachen Kopflampe. Und tatsächlich überlegt, ob ich mich abholen lasse, Autoscheinwerfer laufen mit Benzin/Diesel und das war vorhanden. Ich habe dann doch darauf verzichtet...




    Abenteuerlich... übrigens sind wir jetzt in einem Bereich, wo ich manchmal über die Schläge des Schicksals schon ein wenig grinsen musste. Vielleicht war ich der erste, der einen gewissen Spaß an der Orkan-ohne-Strom-und-Wasser-Situation gehabt hat.


    Der Norweger weiß das gut zu kommentieren:

    Var det ikke for mørket, så visste vi ikke om sternene.

    Gäbe es das Dunkel nicht, wüssten wir nicht von den Sternen.



    Eines war mir an dem Abend klar: Schlimmer konnte es ja nicht mehr kommen.

    Aber es kam schlimmer, viel viel schlimmer.


    [Fortsetzung folgt]
    Wer nur eine kleine Pfanne hat, braucht keine großen Fische zu fangen!
    Petri wünscht Andreas

  12. #48

    AW: Und es kam schlimmer, viel schlimmer... [ein Norge-Abenteuer in 10 Folgen]


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