"Fishtown" Cuxhaven wird im Internet gerne verarxx..:

Cuxhaven (nicht zu verwechseln mit Bremerhaven) liegt am Meer. Deshalb hat es einen Hafen. Einheimische nennen es liebevoll "Cuxtown".... Die nächstgrößere Stadt (Bremen) ist 100 Kilometer entfernt; die meisten Cuxhavener haben von Bremen allerdings noch nie etwas gehört. Durch ihre Abgeschiedenheit vom Rest der Welt leben die Bewohner des niedlichen Dorfes wie in einem Paralleluniversum.
In den Sommermonaten (Juli) leben in Cuxhaven etwa 50.000 Menschen, hauptsächlich in Wohnwagen und Zelten, in den beliebten Campingorten Duhnen, Döse und Sahlenburg. In den wenigen restlichen Monaten des Jahres liegen das Dorf und seine Ausläufer mit den verbleibenden 50 Einwohnern verlassen da. Lediglich Woolworth und Karstadt (mittlerweile abgerissen) haben von 15-16 Uhr am Mittwoch geöffnet.


Der erste Blick auf den Hafen besteht in einem Anprall auf eine Kette Restaurants u.a., die nicht nur den Blick auf die Hafenanlagen versperren, sondern auch eine Mauer darstellen, durch die es einfach nicht hindurch geht. Aber man kann ausweichen, weit raus, die Mauer hat ein Ende und da kann der Touri dann zur Hafenseite wechseln. Könnte er... wenn er es denn findet und den Marsch durch hält. Hier die Rückseite mit dem Katamaran der KüWa [Küstenwache] - Touris haben sich offenbar verlaufen, keine mehr da. Ist das normal für Fishtown??

Cuxhaven ist ein Dorf am Ende der A27. Das wird Autofahrern, die sich versehentlich hierher verirren, durch das Schild "Ende der Autobahn" mitgeteilt. Wer mutwillig hierher kommt, wird sich (wie die meisten Touristen) in dem überdimensionalen Kreisverkehr am Rande der Stadt verfahren. Mit seinen zwei Spuren und ganzen vier Ausfahrten (und natürlich dem ungewöhnlich hohen Verkehrsaufkommen) ist ein reibungsloses Durchkommen so gut wie unmöglich. Nimmt man versehentlich die falsche Ausfahrt, kann es vorkommen, dass man in Dörfern mit seltsamen Namen wie etwa Altenbruch landet. Hier gibt es aber eine Kirche, die sich Sonntag von 9 bis 10 Uhr verirrten Seelen annimmt und ein 0-Sterne-Hotel mit Namen


Dabei war es uns durchaus ernst, die Frequentierung zu sehen, die die Fischauktionatoren in Cuxtown erfahren. Denn die Beschränkung der Ostsee-Dorschfänge sind für Länder wie Russland, Finnland, Lettland, Estland, Litauen, Polen etc schon maßgeblich, die können nämlich nicht einfach wie Dänemark und Deutschland auf die Nordsee oder noch weiter ausweichen. Trotzdem war es erstaunlich leer...





Am Heringskai war wenig Betrieb, aber die Lkws haben aus Halle 10/11 und anderen doch einiges abgeholt. Nach meinem Eindruck war das früher mal mehr, aber vielleicht ändert sich der Verbraucher und verlangt eher ungewöhnlichen Qualitätsfisch statt der üblichen Mengenfische wie Platte, Hering, Jabelkau und so.



Im Fischereihafen (Krabbenkutterhafen) war wenig los, da haben wir weit mehr Schiffe erhofft.





Die Hochsee-Fangflotte war ebenfalls vertreten. Für uns sah es so aus, dass längere Liegezeiten = Nixfangzeiten gegeben waren. Aber vielleicht täuscht das auch.



Das sind wir dann doch den Touri-Strömen gefolgt, das Feuerschiff gucken...



... und die "Alte Liebe"-Ecke...



... mit den Annoncierungen der vorbeifahrenden Schiffe.



Die Elbe jedenfalls raste gerade via Meer und zeigte ordentliche Strömung.



Zu recht wird Fishtown im Internet "hopp genommen" [siehe https://www.stupidedia.org/stupi/Cuxhaven], viele Kleinigkeiten erzeugen in meinen Augen den Eindruck, dass der Touri am besten an eine Geld-Melkmaschine angeschlossen werden soll, die Cuxtowner sich aber das - noch - nicht trauen. Aber "Pinkeln für 1,-- Euro" - das war der Eintritt in ein WC - ist da nicht mehr weit entfernt.