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1970er: Dichte Seerosen u. Entschlammung

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  • 1970er: Dichte Seerosen u. Entschlammung

    Ein Rückblick in die Zeit 1970-80 zeigt einen riesigen Unterschied zur heutigen Wakenitz. Was läuft da bloß verkehrt? Oder ist es etwa o.k., was da geschieht?
    Damals gab es Tausende Boote mit Verbrennungsmotoren, am Ufer lagen die Angelboote.



    Trotzdem stand das Schilf am Ufer, die Pesel wuchsen in die Höhe.



    Heute gibt es keine Verbrennungsmotoren, keine Uferlieger, kaum Schilf und selten Pesel.

    Die Seerosendichte der Bucht an der Eisenbahnbrücke war enorm, hier mal Bilder 1970 und 1978.







    Er war einfach zu schnell bei der Jagd und das Seerosenbett zu dicht. Armer Fisch.



    Was da heute noch an Seerosen steht tendiert gegen Null und ist kümmerlich.

    Liegt es eventuell alles nur an diesem Rohr?



    Ich glaube ja. Das ist ein Spülleitungsrohr, nach meiner Erinnerung von der Spülfläche Wakenitzhof. Die Wakenitz wurde damals schiffbar gemacht, der Schlamm wurde auf Spülfelder an Land gepumpt.

    Wenn ich sehe, wie es streckenweise bereits blubbert, dann fürchte ich aufsteigende Faulgase. Die verscheuchen erst die empfindlichen Fische. Der Rest ... naja ... Aale sind kaum noch in den fauligen Randbereichen, oder? Sind sie nicht hauptsächlich dort, wo Schiffsschrauben das Wasser umwälzen?

    Zum Wakenitz-Einzugsgebiet: 10% dieser Fläche sind bewaldet, 9% bebaut und 81% werden landwirtschaftlich genutzt. Stoffausträge aus diesen Flächen landen in der Wakenitz und belasten das Flussökosystem erheblich. "Bei den eingetragenen Stoffen dürfte es sich vor allem um mineralische Düngerstoffe wie Nitrat (NO3-) und Phosphat (PO43-) sowie Herbizide und Fungizide handeln."

    Auch wenn die Verkrautung ein Stück weit zurück gegangen sein soll - die Wakenitz ist schon lange ein Sorgenkind.

    Der ehemalige Direktor des Naturhist. Museums kommt 1982 zu folgenden Überlegungen. Einschätzung M. Diehl 1982: Gütezustand II (mäßig belastet), aber labil. Wenn die Fließgeschwindigkeit noch schwächer wird, besteht die Gefahr einer starken Sauerstoffzehrung im gesamten Wasserkörper durch den hohen Sedimentanteil, insbesondere in der Stadtwakenitz.

    Die biogene Sedimentablagerung ist in einem Schulprojekt untersucht worden. Das Ergebnis:
    • Das Sediment in Groß Sarau ist sandig und hat nur einen geringen Anteil von organischem Material. Es riecht stark nach Schwefelwasserstoff.
    • In Absalonshorst handelt es sich um ein künstliches Sediment. Bei der Anlage des Schilfgürtels wurde ein Unterwasserverbau mit Buschkästen angelegt. Dahinter wurde toniges, bindiges Material gefüllt, in das man dann Schilfbulte vom Ratzeburger See eingesetzt hat. Der Anteil von organischen Bestandteilen ist etwas höher als in Groß Sarau.
    • Im Kleinen See haben wir einen deutlich höheren Anteil von organischem Material. Abgestorbene Schilfhalme machen den Hauptanteil aus. Das Sediment riecht stark nach Schwefelwasserstoff.
    • Das Sediment in Eichholz ist extrem fein schlammig und enthält viele Muschelschalen. Der Gehalt an organischen Stoffen ist sehr hoch. Der Geruch ist modrig aber Schwefelwasserstoff ist nicht nachweisbar.
    • Am Standort Wallbrechtbrücke ist ebenfalls fein schlammiges Sediment nachweisbar.


    Feststellung des Projekts: Hoher Stickstoffgehalt, zu viel Phosphor führt bereits zur Eutrophierung, Schwefel s.o., Silikate reichlich --> Quelle: TMS Lübeck

    Mein Ergebnis: Weiter zuschauen und abwarten kann nicht funktionieren. Ich bin und bleibe ein Freund erhöhter Fließgeschwindigkeit (auch wenn dadurch der Wasserstand erheblich sinbkt).
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      Wakenitzbesatz 2007
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      Kurzmeldung zum Wakenitz-Besatz.
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      230 Hechte 27 cm bis 40 cm
      1.500 kg Karpfen K2/K3
      1.550 kg Karpfen K2
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      ...
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