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Wakenitz: gute Herbst-Hechte...

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  • Wakenitz: gute Herbst-Hechte...

    Kaum war das erste Oktober-Wochenende des Monats Oktober gekommen, da hielt es einen Angelfreund und mich nicht mehr - wir wollten unbedingt die Hechte zwischen Fischerbuden und Goldberg angehen. Einerseits sollten es die Kunstköder sein, andererseits nahmen wir Köderfische - sozusagen zur Sicherheit - mit. So starteten wir den ersten Angeltag auf die Herbst-Hechte der Wakenitz.

    Wassertiefen von mehr als 50 cm hat mein Boot lange nicht gesehen, da sollte es nun losgehen. Aber das war nicht so einfach; denn der Bewuchs der Wakenitz zeigte sich noch sehr hoch und unsere Spinnköder griffen sich ein Krautbüschel nach dem nächsten. In dieser Situation wurden wir durch ein Geräusch aufgeschreckt, das sich anhörte, als würde ein Volleyball auf das Wasser schlagen. Was wir dann sahen war eine wirkliche Augenweide: Ein Fischadler stürzte sich aus einem alten Baum direkt ins Wasser und versuchte einen Fisch zu greifen. Das scheiterte offenbar; denn er wiederholte den Angriff mehrfach. Dann endlich hatte er seine Beute - im Foto ist deutlich zu sehen, wie er in den Greifenklauen die Beute hält...



    So hat er also seine Beute erwischt - wir schauten mit Hochachtung hinterher. Muss man fliegen können, um Fisch zu erwischen? Der Eindruck mochte anfangs entstehen, aber dann kam der erste Buss bei meinem Kumpel, der aber keinen Fisch brachte. Aber eines war klar: Hechte sind da. Und sie beissen...

    Nun begab es sich aber, dass uns das Vertrauen in die höheren Abschnitte der Wakenitz fehlte, da es ja nun noch nicht soooo weit Herbst ist. Und da der Wind schön pustete entschlossen wir uns, dieses für unsere Köderfisch-Montagen zu nutzen und die Kanten des Gewässers abtreiben zu lassen. Tatsächlich dauerte es keine zehn Minuten bis meine Pose abtauchte und auch unten blieb.

    Also Anschlag!! Mein Kumpel sagte zwar, das sei ein großer, aber ich merkte schon an den ersten Schlägen, dass die Frequenz eher hoch war....so hätte denn auch ein guter Barsch am Haken hängen können. - - - Jjaaaa Pustekuchen. Was ich da an der Angel hatte stellte sich als eine fette Hechtdame heraus mit einem Kreuz, das einem Meterhecht Konkurrenz machen konnte - und das bei "nur" 85 cm Länge. Aber endlich hab ich mal wieder die 10 Pfund-Marke erreicht...



    Der Fisch war noch nicht einmal versorgt, da ging schon die nächste Pose auf Unterwasser-Reise. Dieses Mal konnte mein Kumpel seinen Hecht landen, allerdings unter dem Maß. In den nächsten zwei Stunden folgte Biss auf Biss, viele untermaßige Hechte versuchten sich an den Köderfischen. Da war der Vorrat schnell zuende und wir merkten, dass das nächste Mal mehr und größere Köderfische nötig sein werden. Natürlich gab es noch mehr Hechte, aber alles in allem relativ kleine Exemplare.



    So erreichten wir letztlich das Fangrevier um den Goldberg herum. Dort gingen die Bisse weiter. Bis heute wissen wir nicht, warum wir die Fische nicht an den Haken bekamen. So blieben unsere letzten Köderfische bei den Goldberg-Hechten...

    Am Rande notiert: Die Hechte werden auch immer schlauer. Entweder sind sie untermaßig oder aber die größeren Exemplare lauern auf den Moment, wo sie nach dem Foto einfach wieder ins Wasser springen... So konnten wir doch tatsächlich keinen der Fische mit in die heimische Küche mitnehmen.

    Ein Uferangler präsentierte uns stolz zwei Hechte, die beide über 70 cm gewesen sein dürften. Leider trug er sie offen an einem Ring oder Haken und schleppte damit in der Öffentlichkeit herum. Das hat uns nicht gefallen - blutige Hechte gehören in die Box, Tasche, Tüte oder was auch sonst immer. Einen schönen Gruß an den Kollegen und die freundliche Bitte das vielleicht zu ändern...

    Text: Stefan
    Fotos: Arne
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